Störungen beim Internet-Anschluss – was tun, wenn es keine Verbindung gibt?

Störungen beim Internet-Anschluss – was tun, wenn es keine Verbindung gibt? 2018-01-22T14:48:19+00:00

Störungen beim Internet-Anschluss – was tun, wenn es keine Verbindung gibt? – Bei vielen Dingen wird uns erst bewusst, wie sehr wir sie brauchen, wenn wir sie nicht mehr haben. Das gilt auch für das Internet. Oft fällt uns erst bei Störungen und Ausfällen des WLAN auf, für wie viele Aktivitäten man das Internet wirklich benötigt. Sei es um einfach erreichbar zu sein oder damit zu arbeiten. Ja man kann ja nicht mal mehr Serien und Filme streamen oder auf YouTube unterwegs sein, um sich die Zeit bis die Ursache der Störung behoben ist, zu überbrücken. Am besten ist es also, wenn es gar nicht erst zu Problemen mit der Internetverbindung kommt. Passiert doch mal etwas gibt es einige Tipps, die Sie berücksichtigen können.

Versuchen Sie zunächst herauszufinden, was die Ursache des Problems ist. Manche Probleme können Sie dann nämlich selber beheben, bei anderen muss Ihr Anbieter helfen. Es gibt im Groben drei verschiedene Fehlerquellen.

  • Fehler und Störungen direkt beim eigenen Anbieter (in dem Fall kann man als Kunden wenig tun)
  • Fehler und Störungen beim Netz bzw. beim Netzbetreiber (auch in dem Fall kann man wenig tun und muss sich darauf verlassen, dass der Netzbetreiber schnell reagiert)
  • Fehler und Störungen bei der eigenen Hardware und Verkabelung (oder den Zugangsdaten)

Liegt die Ursache im eigenen Netzwerk?

Überprüfen Sie also zunächst Ihre eigene Internetverbindung. Vielleicht wurde hier in den Netzwerkeinstellungen etwas verstellt, die Verbindung getrennt und so kann keine Verbindung aufgebaut werden. Finden Sie jedoch keinen Fehler, können Sie nach dem Router schauen. Starten Sie das Gerät neu und halten Sie nach möglichen Fehlermeldungen Ausschau. Stellt sich heraus, dass der Router das Problem ist, muss ein neuer Router her. Ist der Router vom Anbieter gemietet, ist der Anbieter für einen Austausch zuständig. Ist der Router Ihr eigener, dann müssen Sie sich selbst darum kümmern.

Finden Sie bei sich zu Hause keine Probleme, dann können können Sie recherchieren, ob es gerade generell Störungen bei Ihrem Anbieter gibt. Wenn Sie noch mobile Daten für Ihr Smart6phone haben, können Sie die Internetseiten des Anbieters nutzen. Die Internetanbieter haben meist eigene Seiten, auf denen die Störungen mehr oder weniger genau dokumentiert werden. Der Vorteil dieser Internetseiten ist, dass man sie kostenfrei nutzen kann. Auch auf anderen Medien wie Facebook oder sonstigen Communities, wird es schnell kommuniziert, wenn es Störungen gibt. Das kann Ihbnen auch helfen auszuschließen, dass die Ursache bei Ihrer eigenen Technik liegt.

Liste der Störungs-Websites:

  • 1&1: bietet eine Statusseite an, die aktuelle Störungen anzeigt
  • Vodafone: bietet auf der Internetseite einen Test an, der die Internetverbindung und Geschwindigkeit überprüft
  • O2: im Service von O2 kann man nach gemeldeten Störungen und geplanten Arbeiten suchen
  • Telekom: auf der Website der Telekom werden im Bereich “Hilfe” regionale Störungen gesammelt

Haben Sie auch über Ihr Smartphone und die mobilen Daten keinen Internetzugang, müssen Sie auf die Störungs-Hotlines ausweichen. Die meisten Anbieter haben eine spezielle Telefonnummer, bei der Sie im Falle von Störungen anrufen können. Manche dieser Nummern sind kostenlos und andere werden richtig teuer. Besonders wenn die Nummer mit 0900- beginnt, kann es für Sie teuer werden. Auf die Servicenummern und die damit verbundenen Kosten sollte man auch bei der Vertragswahl achten. So können vermeintlich billige Tarife bei ständigen Störungen nämlich doch sehr kostenintensiv werden. Suchen Sie am besten Ihre Kundennummer und die betroffene Telefonnummer raus, bevor Sie bei der Hotline anrufen. meist werden diese Daten schon im Anwahlprozess abgefragt, bevor Sie bei einem Mitarbeiter angekommen sind.

Liste der Servicenummern:

  • 1&1:  0721 – 9600 (nur aus dem 1&1 Netz kostenlos)
  • congstar:  0221 79700700
  • Kabel Deutschland: 0800 52 666 25 (kostenlos)
  • O2: 0800 52 51 37 8 (kostenlos)
  • Tele 2: 0211 4082 4082
  • Telekom: 0800 33 01000 8 (kostenlos)
  • Unitymedia: Festnetz: 0800 700 11 77/ Mobilfunk: 0176 888 663 10 (kostenlos aus dem Unitymedia Netz)
  • Vodafone:0800 172 12 12 (kostenlos)

Das Problem mit dem Anbieter möglichst schnell lösen

Hat sich herausgestellt, dass das Problem nicht bei Ihnen und Ihrer Technik liegt, muss sich der Anbieter beziehungsweise der Netzbetreiber um das Problem kümmern. Manche Anbieter garantieren eine kostenfreie Entstörung, nennen aber keinen Zeitraum, in dem dies Geschehen wird. Andere Anbieter, zum Beispiel der Telekom, setzen sich selber eine Frist, in der das Problem gelöst sein muss. Um von dieser Frist zu profitieren, muss man jedoch einen monatlichen Aufpreis bezahlen. Ist man der Meinung, dass man lange genug gewartet hat und das Problem ist immer noch vorhanden, sollte man den Anbieter motivieren. Meist ist ein Brief sehr viel wirkungsvoller als ein Anruf bei der Service-Hotline. Nennen Sie im Brief Ihr Problem und geben Sie eine realistische Frist, in der das Problem behoben werden kann. Meist eignen sich hier Fristen von 7 bis 14 Tage. Am besten schicken Sie den Brief als Einschreiben mit Rückschein an Ihren Anbieter. So können Sie im Nachhinein beweisen, dass Sie diese Frist gesetzt haben und der Anbieter davon Kenntnis genommen hat.

Dauert die Störungen längere Zeit, wird es schwer Schadensersatz zu verlangen, wenn es ein privat genutzter Anschluss ist. Eine Möglichkeit wäre, die Kosten zu nennen, die Sie mehr verbraucht haben, wenn Sie zum Beispiel zum Surfen auf das Smartphone ausgewichen sind. Nutzen Sie dafür eine Internetflat, wird es jedoch schwer die zusätzlichen Kosten zu beweisen. Der Bundesgerichtshof unterließ es bisher Schadensersatzforderungen wegen einer Störung im Netz zu beziffern, eröffnete jedoch die Möglichkeit dazu. Denn wie festgestellt wurde ist die private Nutzung des Internets „von zentraler Bedeutung“. Der Weg für Forderung wäre also geebnet, ob man diese durchgesetzt bekommt ist aber bisher fraglich. Sie können jedoch den Anbieter bitten, Ihnen die Gebühren für den Zeitraum der Störung zurück zu erstatten. Die meisten Anbieter gehen dieser Forderung oft nach.

Ein weiteres Problem ist, dass der Anbieter nicht immer der Netzbetreiber ist. Besonders kleine Anbieter nutzen die Netze anderer Anbieter mit. Meist haben Anbieter und Netzbetreiber unterschiedliche Vorstellungen von der Lösung des Problems. Für den Anbieter ist es wichtig eine gute Balance zwischen Kundenzufriedenheit und Netzeffizienz zu haben. Der Netzbetreiber hingegen richtet sich meist nach seinen vertraglichen Pflichten. Herrscht zwischen den Parteien Uneinigkeit bietet die Bundesnetzagentur hier eine Schlichtungsstelle. Ziel ist es dabei Kompromisse zu finden und sich außergerichtlich zu einigen. Ein Garant für Schadensersatzzahlungen ist die Schlichtungsstelle nicht.

Video: Netz weg – wie O2 Kunden lahmlegt

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