Speedtest – so misst man die Geschwindigkeit der Internet-Verbindung

Speedtest – so misst man die Geschwindigkeit der Internet-Verbindung – Ein neuer Internetanschluss soll her und dabei schaut man natürlich besonders auf die Geschwindigkeit. Niemand hat Lust darauf, dass Videos ständig ruckeln, da sie nicht schnell genug geladen werden. Da surft man nebenbei vielleicht noch im Internet und jemand anderes streamt Musik und schon ist das Internet völlig überlastet. Leider locken Internetanbieter bei den Geschwindigkeiten mit der kleinen Floskel “Bis zu” und räumen damit ein, dass die genannte Geschwindigkeit nur die optimalste wäre. Bei vielen Internetanschlüssen kommt diese Geschwindigkeit jedoch nicht annähern an. Hier bietet es sich an einen sogenannten Speedtest zu starten, um zu überprüfen, wie schnell das Internet am eigenen Anschluss wirklich ist.

Ein Speedtest überprüft also, wie viel der eigentlichen Geschwindigkeit noch auf dem genutzten Gerät ankommen und welcher Anbieter wirklich der schnellste ist. Man kann ihn also für den Laptop nutzen um zu sehen, wie schnell das Internet über den Festnetzanschluss ist oder für das Smartphone, um die Geschwindigkeit der mobilen Daten nachzuvollziehen. So erfährt man mehr über die reale Internetgeschwindigkeit, die man am Ende wirklich nutzen kann. Alternativ kann man auch Messungen Dritter vertrauen, die den DSL-Speed verglichen haben.

Speedtest

So läuft ein Speedtest ab

Speedtest werden von verschiedenen Unternehmen angeboten, sodass man sich zunächst einen davon aussuchen muss. Der Ablauf ist dann im großen und ganzen jedoch sehr ähnlich. Hat man sich für einen entschieden, dann öffnet man die entsprechende Internetseite auf dem Gerät, das man zum Überprüfen nutzen möchte. Am sinnvollsten ist es, wenn man die Geschwindigkeit über LAN testet, denn hier sind die Werte realistischer. Bei der Übertragung per WLAN spielen noch verschiedene andere Störfaktoren eine Rolle, für die der Internetanbieter ja nichts kann. Bei einigen Test kann man jedoch angeben, dass man WLAN nutzt, sodass das im Ergebnis berücksichtigt wird.

Man sollte außerdem verschiedene Daten wissen, sodass eine Zuordnung zum konkreten Anschluss möglich ist. Dafür muss das Gebiet eingegrenzt werden, was häufig über Standort, Postleitzahl oder Vorwahl geschieht. Darüber hinaus kann es sein, dass man seinen genutzten Anbieter und seinen Internetanschluss angeben muss. Diese Daten findet man im Vertrag über den Internetanschluss oder den Rechnungen, wenn man sie nicht auswendig im Kopf hat. Starten kann man den Test dann über eine Schaltfläche. Oft ist diese mit “Los” oder “Test starten” beschriftet. Zur Ermittlung der Geschwindigkeit sendet der Test dann Daten an den jeweiligen Internetanschluss. So kann er messen, wie lange diese Daten brauchen, bis sie angekommen sind. Die Ergebnisse des Speedtest hat man dann innerhalb weniger Sekunden, sodass man schnell über die Internetgeschwindigkeit Bescheid weiß. Meist werden die Ergebnisse auch gleich ausgewertet, sodass man gesagt bekommt, ob die Geschwindigkeit okay ist oder weit unter der eigentlichen Geschwindigkeit. Das geht jedoch nur, wenn man vorher auch die Sollgeschwindigkeit angegeben hat, die man eigentlich mit dem Tarif gebucht hat.

Verschiedene Anbieter

Speedtest werden von ganz unterschiedlichen Stellen angeboten, sodass man sich selber entscheiden muss, welchen Anbieter man wählt. Hier gibt es zum einen die Bundesnetzagentur, verschiedene Internetanbieter oder auch Online-Portale. Die Tests sind in der Regel kostenlos und können so oft durchgeführt werden, wie man möchte. Die einzige Einschränkung ist eventuell, dass die dadurch gewonnen Daten an dritte weitergegeben werden. Hat das der Anbieter jedoch vor, dann muss er darüber ausführlich informieren. Das ist gesetzlich seit Inkrafttreten der DSGVO am 25.Mai 2018 gesichert.

Die Bundesnetzagentur stellt als öffentliche Stelle einen Test zur Verfügung. Dieser findet sich unter der Internetseite breitbandmessung.de. Der Test ist zum Beispiel auch für mobile Geräte verfügbar. Dort findet man auch folgenden Hinweis zur Validität der Messungen:

Die Messung des Datenaustauschs (Download und Upload) zwischen dem Browser/App und einem Messserver kann durch verschiedene Faktoren (z.B. Einstellung der Endkundeneinrichtung sowie andere, parallel laufende Prozesse) beeinflusst werden. Der Endkunde wird daher vor der Messung aufgefordert, neben der Art der Anbindung (LAN) zu prüfen, dass auch weitere Faktoren das Messergebnis nicht beeinflussen. Eine solche Beeinflussung des Messergebnisses durch das verwendete Messsystem ist grundsätzlich unvermeidbar. Die Gestaltung des Tests der Breitbandmessung versucht bereits von vornherein so viele Faktoren wie möglich zu berücksichtigen. Es kann aber dennoch sein, dass die Datenübertragungsrate zwischen Ihrem Browser/der App und dem Messserver geringer ist, als die mit Ihrem Anbieter vereinbarte Datenübertragungsrate.

Daher kann es sinnvoll sein, die Messung bei anderen Anbietern zu wiedeholen. Auch einzelne Online-Portale aus dem Bereich Technik kümmern sich darum, dass genügend Tests zur Verfügung stehen. Die beiden Portale, die hier mit am bekanntesten sind und auch solche Tests anbieten sind Chip und Computerbild.de. Der Test von Computerbild.de ist ebenfalls für mobile Daten nutzbar, denn man kann hier zwischen “DSL”, “Kabel” und “Mobil/3g” sowie “LTE” wählen.

Auch nahezu jeder Anbieter, der Internetanschlüsse vermarktet, bietet auf seiner Internetseite einen Speedtest an. Hier muss man jedoch darauf achten, ob dieses Angebot nur geht, wenn man einen Anschluss dieses Anbieters hat. Unitymedia bietet zum Beispiel einen Test an, der auch nutzbar ist, wenn man kein Kunde bei Unitymedia ist und den Anschluss bei einem anderen Anbieter testen möchte. Jedoch auch andere Anbieter wie Vodafone oder Telekom haben eigene Tests im Angebot.

Hat sich im Test gezeigt, dass die Geschwindigkeit stark vom eigentlichen Sollwert abweicht, dann sollte man die Ursache dafür finden. Das kann zum einen an der verwendeten Technik liegen oder an der Leistung des Internetanbieters. Findet man im technischen Bereich keine Ursache, sollte man sich mit dem Anbieter in Verbindung setzen und versuchen eine Lösung zu finden.

2018-07-02T14:18:55+00:00
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