Homespot – die neue Alternative zu DSL- und Kabel-Internet

Homespot – die neue Alternative zu DSL- und Kabel-Internet – Kabelanschlüsse für den schnellen Internet-Zugang müssen meistens mit viel Aufwand gelegt werden und sind dann auch nicht flexibel. Wer bisher auch mobil und außerhalb der eigenen Wohnung ins Internet gehen wollte, hatte daher in der Regel nur die Möglichkeit, auf eine Handy- oder Datenflatrate (mit Surfstick) zu setzen. Das hat sich im letzten Jahr geändert, denn immer mehr Anbieter haben Homespots ins Portfolio aufgenommen. Das sind mobile WLAN Router, die ein sehr leistungsstarkes WLAN Netz aufbauen, in das man sich mit verschiedenen Endgeräten (Handys, Smartphones oder auch Tablets) einwählen kann. Die Verbindung mit dem Internet wird dabei über ein Mobilfunk-Netz hergestellt. Man kann Homespots also immer dort einsetzen, wo es ein passendes (und schnelles) Handy-Netz gibt.

Bei Homespots.de schreibt man zu Definition:

WLAN Homespots sind mobile Internet-Zugänge, die eine Alternative zum normalen DSL sein sollen und ein WLAN Netzwerk für mobile Endgeräte über das Mobilfunk-Netz des jeweiligen Anbieters zur Verfügung stellen. Man braucht also keinen Kabel- oder Festnetz-Anschluss, sondern kann über das Handy-Netz surfen. Im Vergleich zu normalen Handytarifen ist dabei in der Regel mehr Datenvolumen enthalten und oft auch schnellere Verbindungen.

Die neuen Homespots sind daher nicht nur eine Alternative zur Telekom und dem Festnetz des Unternehmens, sondern stellen vor allem dann eine guter neue Möglichkeit dar, wenn es gar kein Kabel für DSL in dem Bereich gibt.

Welche Homespot Angebote gibt es derzeit auf dem Markt?

Homespots sind noch eine eher neue Technologie und daher findet man diese Angebote derzeit nur bei wenigen Anbietern. Im Telekom Netz bietet Congstar einen Homespot an. Die Kosten liegen dabei zwischen 10 Euro für 2 Tage bis 30 Euro im Monat. Der Congstar Homepot erreicht im D1 LTE Netz Geschwindigkeiten bis zu 40MBit/s und bietet in der größten Variante bis zu 40GB Datenolumen pro Monat. Man kann diesen Homespot auch ohne Laufzeit buchen – dann steigt der Preis etwas an, dafür bleibt man aber auch flexibel.

Bei Vodafone heißt der Homespot Vodafone GigaCube und bietet mit die schnellsten Verbindungen, die man in diesem Bereich derzeit bekommen kann. Mit dem GigaCube surft man mit bis zu 300MBit/s und damit deutlich schneller als beispielsweise bei Congstar. Der Tarif dafür selbst kostet 34.99 Euro (29.99 Euro für Vodafone Kunden) und ist leider nur mit einer Laufzeit von 24 Monaten zu haben. Allerdings rechnet Vodafone nur ab, wenn man den Cube im jeweiligen Monat auch benutzt wird – braucht man ihn also nicht, entstehen auch keine Kosten.

Das neuste Angebot in diesem Bereich ist der O2 Homespot, den das Unternehmen gerade erst auf den Markt gebracht hat und der ebenfalls 50GB Datenvolumen zum Preis von 29.99 Euro bietet. Allerdings gibt es diesen Homespot noch nicht online zu bestellen – man muss also entweder in den O2 Shop oder die Hotline bemühen um diesen Homespot bestellen zu können.

Derzeit gibt es leider außer diesen drei Anbietern noch keine weiteren Möglichkeiten, einen Homespot mit Tarif zu nutzen. Man kann aber recht sicher davon ausgehen, dass früher oder später auch andere Marken mit eigenen Homespot Angebote auf den Markt kommen werden – derzeit beobachtet man bei vielen Discountenr die Erfolge der aktuellen Homespot Angebote und plant wahrscheinlich auch schon, wie man sich selbst in diesem Markt positionieren kann.

Die Vorteile und Nachteile von Homespots

Im Vergleich zum normalen Festnetz-Anschluss in der Wohnung haben Homespots leider durchaus auch einige Nachteile. So ist in der Regel damit keine Telefonie möglich, sondern lediglich Datenverbindungen. Man bekommt mit dem Homespot also keine Festnetz-Nummer.

Dazu bieten Homspots im Vergleich mit den normalen Datentarifen von Telekom, Vodafone und auch O2 zwar mehr Datenvolumen und durchaus auch ausreichendes Volumen für häufigeres Surfen, allerdings sind auch sue gedrosselt und nach dem Verbrauch des monatlichen Freivolumens wird der Speed begrenzt. Dies gibt es bei den normalen DSL-Anschlüssen in dieser Form nicht, bei den DSL-Flatrates kann man in der Regel so viel Daten verbrauchen, wie man möchte, ohne das die Geschwindigkeit reduziert wird.

Daneben gibt es je nach Anbieter noch weitere Eintschränkungen. Beispielsweise kann man den Congstar Homespot nur in einem bestimmten, vorher festgelegten, Bereich einsetzen. Verlässt man diese Funkzelle ist surfen nicht mehr möglich, man kann den Bereich auch nur über den Kundenservice von Congstar kostenpflichtig verändern. So schreibt das Unternehmen in den Vertragsbindungen zum Standort:

Der Tarif ermöglicht die Datennutzung via der Mobilfunktechnologie LTE nur an dem vom Kunden angegebenen Standort und dessen unmittelbaren Umkreis (sogenannter Surfbereich) innerhalb Deutschlands. Voraussetzung für die Nutzung ist die Verfügbarkeit der Mobilfunktechnologie LTE am angegebenen Standort sowie ein LTE-fähiges Endgerät.

Diese Einschränkungen gibt es derzeit aber nur bei Congstar. Andere Tarife in diesem Bereich haben diese Standort-Gebundenheit nicht.

Bei den Geschwindigkeiten ist das Bild leider nicht ganz eindeutig. Es gibt schnelle Homespots und weniger schnelle Angebote, genau so wie es im DSL Bereich schnelle Anschlüsse gibt und auch nicht ganz so schnelle Verbindungen. Daher kann man ander Stelle nicht so genau sagen, ob man mit einem Homespot schneller surfen wird – das liegt wohl ganz am eigenen Standort und auch daran, wie gut das jeweilige Mobilfunk-Netz dort ausgebaut ist.

Der Vorteil der Homespots liegt im flexiblen Einsatz. Man braucht kein Kabel und keinen Anschluss: es reicht Strom und ein schnelles Mobilfunk-Netz und man kann über den Homespot surfen. Damit kann man den Homespot auch dort ansetzen, wo es von den DSL-Anbietern keinen Ausbau gibt. Da kann beispielsweise in der Gartenanlage sein, aber auch im Wohnmobil. Wer also häufiger den Standort wechselt, kann mit dem Homespot dennoch surfen (Ausnahme in dem Fall Congstar).

Video: Congstar Homespot ganz einfach einrichten

Die einfache Installation ist im Übrigen nicht nur ein Merkmal des O2 Homespots. Auch die andere Systeme brauchen in der Regel keine lange Installation, sondern werden lediglich mit dem Strom-Netz verbunden und bauen dann automatisch ein nutzbares WLAN Netz auf. Techniker-Termine (wie man sie im DSL Bereich nach wie vor kennt) sind damit bei den Homespots nicht notwendig und daher kann man die Systeme auch ohne größere Vorkenntnis sehr einfach einsetzen. In der Regel ist das Einwählen in den Hotspots des Homespots komplexer als die Inbetriebname des Homespots selbst. Darüber hinaus gibt es im Netz auch Videos zu den anderen Anbietern und deren Installation.

2018-10-23T09:30:42+00:00
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