Congstar Homespot – Erfahrungen, Speed und Einschränkungen beim DSL-Internet Ersatz

Congstar Homespot – Erfahrungen, Speed und Einschränkungen beim DSL-Internet Ersatz – Congstar hatte vor einigen Jahren noch eigene DSL-Tarife mit Internet- und Festnetz-Anschluss im Angebot. Mittlerweile hat der Discounter aber diese Anschlüsse aus dem Shop genommen und setzt stattdessen auf den mobilen Internet-Zugang. Unter dem Namen Congstar Homespot vertreibt das Unternehmen dabei WLAN Router, die Internet über das Telekom Mobilfunk-Netz herstellen und daher vom Kabel und einem Kabelanschluss komplett unabhängig sind. Der Hintergrund für diese Entwicklung ist wohl, dass die Telekom keine Konkurrenz zu den eigenen Telekom  Festnetzanschlüssen haben wollte und Congstar daher auf mobiles Internet umgestellt wurde. Homespot findet man mittlerweile bei vielen Anbietern und sie sind eine etablierte Lösung für den flexiblen Internet-Zugang ganz ohne Kabel und Festnetz.

  • Congstar Homespot 30 – 30GB Datenflat mit 50MBit/s LTE für 20 Euro im Monat
  • Congstar Homespot 100 –  125GB Datenflat mit 50MBit/s LTE für 30 Euro im Monat
  • Congstar Homespot 200 – 250GB Datenflat mit 50MBit/s LTE für 50 Euro im Monat
  • Die komplette Tarifübersicht gibt es hier: Congstar Homespot Angebote*

Weitere Homespot im Vergleich gibt es unter anderem hier.

HINWEIS: Aktionsweise bietet der Discounter in den einzelnen Tarifen mehr Datenvolumen an. Die Aktionen laufen dabei vergleichsweise lange und man muss sich in der Regel nicht beeilen, wenn man sie nutzen will. Sie sind eine gute Gelegenheit, um bei den Congstar Cubes noch etwas mehr für das Geld zu bekommen.

Besonders erfreulich: man kann alle Tarife des Congstar Homespot auch mit kurzen Laufzeiten buchen. Das gibt es nur einen Monat Kündigungsfrist und man kann auch sehr schnell wieder wechseln, falls der Homespot doch nicht passen sollte oder man mit Congstar oder dem Netz nicht zurecht kommt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, die lange Laufzeit von 24 Monaten zu wählen, denn ist der Kaufpreis etwas niedriger. Die flexibleren Congstar Homespot sind allerdings etwas teurer, man zahlt derzeit 30 Euro Aktivierungsgebühr statt der normalen 15 Euro bei den Varianten mit 24 Monaten Laufzeit. Das ist allerdings ein eher geringe Unterschied und die zusätzliche Flexibilität durchaus wert.

UPDATE: Die Option zur Pausierung hat Congstar mittlerweile entfernt. Alle aktuell buchbaren Homespot Tarife haben damit keine Pausierung mehr und es ist auch offen, wann dieses Feature kommt. Die nachfolgenden Sätze beziehen sich daher nur noch auf die älteren Congstar Cube, die dieses Feature noch haben.

Mittlerweile gibt es auch die Möglichkeit, den Cube zu pausieren. Man muss also nicht mehr unbedingt kündigen, sondern kann (beispielsweise über den Winter wenn man den Homespot nicht bracht), den Congstar Cube bis zu 180 Tage stilllegen und zahlt dann auch keine Grundgebühr mehr. Das Unternehmen schreibt selbst dazu:

Das Pausieren des Homespot-Vertrages ist jederzeit bis zu max. 180 Tage möglich (Bearbeitungsfrist: 48 Stunden). Das Entgelt für das Pausieren beträgt einmalig 20 €. Zugebuchte Optionen sind von der Pause ausgenommen und werden weiterhin berechnet. Während der Pause entfällt die Pflicht zur Erbringung der gegenseitig im Rahmen des Homespot-Vertrages vereinbarten Leistungen mit Ausnahme der Pflicht zur Begleichung offener Forderungen durch den congstar Kunden. Der Vertrag wird nach dem Ende der Pause fortgesetzt und verlängert sich um den Zeitraum der Vertragspause.  

Bei der Hardware bietet Congstar verschiedene Modelle an. Vom kleinen mobilen Router für 1.50 Euro monatlich bis zu kompletten Homespot für 5 Euro monatlich ist alles dabei. Die Kosten würden jeweils noch zum Tarif mit dazu kommen, man kann aber auch eigenen freien Homespot nutzt. Die Simkarten verfügbt über keine Sperre und kann daher auch in anderen Modellen oder auch im Smartphone genutzt werden. Man sollte nur die Bindung an den Standort beachten – auch im Handy gibt es nur dann Internet, wenn man an der vorher festgelegten Adresse surft.

Die komplette Tarifübersicht gibt es hier: Congstar Homespot Angebote*

Was sollte man beim Congstar Homespot beachten?

Der Congstar Homespot hat einige Besonderheiten, die man vor der Nutzung kennen sollten, um zu wissen, ob sich dieser Internet-Cube für die eigenen Bedürfnisse eignet. Der Congstar Homespot unterscheidet sich dabei nicht nur von einem normalen Festnetz-Anschluss, sondern auch von anderen Homespot auf dem Markt:

  • Gespräche sind über den Congstar Homespot nicht möglich. Es gibt keine Rufnummer und daher sind weder eingehende noch ausgehende Anrufe möglich. Das gleiche gilt auch für SMS. Voice- und Video-Calls über Skype und Co können aber genutzt werden. Derzeit haben die meisten Homtspot keine Rufnummern, nur beim O2 Homespot gibt es eine Rufnummer mit zum Router dazu.
  • Der Congstar Homespot ist nur bedingt mobil und wird auf einen bestimmten Standort angemeldet. Nur dort ist dann die Nutzung möglich bzw. muss ein Standortwechsel angemeldet werden und ist dann auch kostenpflichtig. Congstar schreibt selbst in den FAQ dazu:

Der Tarif ermöglicht die Datennutzung über die Mobilfunktechnologie LTE nur an dem vom Kunden angegebenen Standort und dessen unmittelbaren Umkreis (sogenannter „Surfbereich“) innerhalb Deutschlands. Entgelt für Wechsel des „Surfbereiches“: 20€. Voraussetzung für die Nutzung ist die Verfügbarkeit der Mobilfunktechnologie LTE am angegebenen Standort sowie ein LTE-fähiges Endgerät.

  • Der Congstar Homespot unterstützt bisher noch kein 5G und es ist auch nicht bekannt bzw. nicht sicher, wann dies soweit sein könnte. Es gibt aktuell bereits mehrere Homespot mit 5G Zugang auf den Markt, aber die Preise sind meistens doch noch vergleichsweise hoch. Congstar versucht die Preise günstig zu halten und verzichtet daher noch auf dieses Feature.
  • Die Geschwindigkeiten des Congstar Homespot sind derzeit eher niedrig. Er ist aktuell mit der langsamste Internet Cube auf dem Markt und auch gegen Aufpreis lassen sich die Geschwindigkeiten leider nicht erhöhen.

Die komplette Tarifübersicht gibt es hier: Congstar Homespot Angebote*

Vor allem die niedrige Geschwindigkeit des Congstar Homespot ist immer wieder eine Kritikpunkt. Im Festnetzbereich gibt es für um die 40 Euro beispielsweise bereits Internet Anschlüsse mit unbegrenztem Datenvolumen und Gigabit Speed (Vodafone CableMax). Congstar bietet zu einem vergleichbaren Preis aktuell nur 50MBit/s und 250 Gigabyte Datenvolumen. Das ist dann doch ein ziemlich deutlicher Leistungsunterschied. Allerdings benötigt man bei Congstar eben auch nur das Telekom Mobilfunk-Netz und keinen Anschluss per Kabel – diese Flexibilität hat dafür in anderen Bereichen ihren Preis.

Die Erfahrungen mit dem Congstar Homespot

Immer wieder taucht dabei die Frage auf, wie strikt Congstar den Surf-Bereich des Homespot handhabt. Das scheint mittlerweile recht eng gefasst zu sein. Das ist wichtig, denn außerhalb dieses Bereiches gibt es kein mobiles Internet mit dem Congstar Cube. So heißt es im Gewibu Blog dazu:

Ich musste gerade wegen des Corona Virus meinen Surfbereich verlassen und nur 13 km Luftlinie weiter an einen neuen Standort ziehen mit dem Fazit, dass es keine Verbindung mit dem Internet mehr gibt. Der Router loggt sich zwar ganz normal mit LTE Signal ein aber eine Verbindung zum Internet besteht nicht mehr. Man müsste also kostenpflichtig den Surfbereich umstellen.

Logischerweise hängt die Qualität des Cubes auch sehr vom Netz ab. Man sollte gutes Telekom Netz vor Ort haben um den Cube nutzen zu können. Im Blizzard Forum schreibt ein Nutzer dazu:

Also ich hab hier den Gigacube (in der Flexvariante zahle nur wenn ich auch wirklich nutze) und Congstar Homespot. Also den gigacube kann ich zumindest hier hinten in leipzig meiner ecke nicht empfehlen oder nur bedingt. In mein Zimmer hab ich öfters Timeouts ohne Aussenantenne sowie maximal 1-13 mbit. Um guten Empfang müsste ich den Cube aufn Balkon stellen was für mich keine Lösung ist. Da habe ich einfach mal den Congstar ausprobiert…und siehe da konstante 40mbit und 10mbit upload und keinerlei Probleme keine Timeouts etc. in mein Zimmer und das ohne Aussenantenne.

Und zur Einrichtung schreibt ein Verbraucher im mobilfunk-talk Forum:

Ich habe die Chatvariante gewählt. Nach Feststellung der LTE-Verfügbarkeit an der Wohnadresse wurden die üblichen Kundendaten abgefragt und in wenigen Minuten war das Prozedere hier beendet. Nach einer Reihe von Mail-Mitteilungen war das Päckchen schon am übernächsten Tag da und gleich betriebsbereit.

Insgesamt gibt es also recht positives Feedback für den Congstar Homespot. Wer sich nicht sicher ist, sollte in dem Fall die flexible Variante mit kurzer Laufzeit wählen. Dann kann man schnell wieder wechseln falls es doch nicht so passen sollte, wie gedacht. Unabhängig davon kann es aber nicht schaden, dass Telekom LTE Netz vor Ort zu prüfen – je besser und stabiler dieses ausgebaut ist, desto besser sind in der Regel auch die Erfahrungen mit dem Congstar Homespot.

Die komplette Tarifübersicht gibt es hier: Congstar Homespot Angebote*

Congstar X – die Kombination aus Homespot und Allnet Flat

Mittlerweile hat Congstar den eigenen Homespot weiter entwickelt. Die originalen Tarife dazu werden weiter angeboten, es gibt aber auch einen hybriden Deal als Congstar Homespot und Allnet Flat für dem Mobilfunk unter dem Namen Congstar X. Man bekommt dabei gleich zwei Simkarten und eine ist auch mobil nutzbar – es gibt dann also einen Telefonnummer und man kann mit dieser Sim auch SMS schreiben. Die Besonderheit dabei: beide Simkarten teilen sich ein Datenvolumen von 200 Gigabyte pro Monat. Das ist für eine Allnet Flatrate richtig viel.

congstar X auf einen Blick:

  • 200 GB Datenvolumen zur Nutzung mobil und zuhause
  • LTE 50 mit bis zu 50 Mbit/s
  • Mobilfunk-SIM-Karte: Telefonie- und SMS-Flat in alle dt. Netze
  • Router-SIM-Karte: stationäre LTE-Nutzung im eigenen Surfbereich
  • Ein Vertrag, ein Datenvolumen, eine Rechnung
  • Preis: 50,00 Euro im Monat

Leider gibt es auch bei Congstar X weiter kein 5G und auch LTE max steht nicht zur Verfügung: man versurft das viele Datenvolumen daher mit maximale 50MBit/s, kann allerdings zwei Simkarten dafür nutzen.

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